
Eine Sturmhaube mit Wurstsemmel und 1,2 Fässer
ein Raucherfisch mit Steinschleuder gefällt mir besser
ein Panzerknacker im Blindspot der Prärie
Zur Engelsjagd mit Mon-Cherry
das Trampolin zum Dartgewinn
ein trauriger Smilie ergibt auch Sinn
wenns keiner macht und niemand lacht
eine Fliege samt Frosch in ein Auto kracht
schön wärs wenn sich jeder der Künste erfreit
Holadrio! Bullshit artists unite!!
und wenn sie nicht gepöchlert sind
dopphacken sie noch heute
Simon Skrepek und Adrian Hazi präsentieren in beneidenswerter Gelassenheit ihre dritte Verausgabung. Ganz ohne Sarkasmus, doch mit der vorgeschriebenen Selbstironie, wird in zarten Tönen das Herz angeschlagen, die Liebe jaja, aber auch der Magen schwingt da mit. Das körperliche Kopfkino bietet sich auf Häuten dar, das Innenleben auf Oberflächen, durchaus auch als Dekoration zu verstehen. Aber bitte, wer schmückt sich nicht hin und wieder mit Gefühlen?
„I count the knotholes on wood…
I count the seconds till night…
I count my layers of skin / oh, I really dig deep.“
Gloria Amesbauer (a.k.a. Hafenjunge)
lebt und arbeitet als elektronische Komponistin und Musikerin, Sängerin und Bassistin in Wien (u.a.: Lionoir, Amesbauer/Ruf, b.fleischmann, …)
Ihren Stil würde sie stilistisch irgendwo zwischen fragil-elektronischem Experiment und Drama-Pop ansiedeln, wenn sie nicht finden würde, dass das die Aufgabe von Musik-journalist*innen ist.

Markus W. Schneider – Widerspruch
Eine Umarmung des Widerspruchs –
Ein endlos geflochtenes Band aus Songs und Nichtsongs, aus Sprache und Sprachlosigkeit, aus Äther und Downbeat, Schwerelosigkeit und Schwerkraft.
„Das neue Album des Wiener Experimentalgitarristen Markus W. Schneider, der sich hier tatsächlich an einer kleinen Quadratur des Kreises versucht und es schafft, ein experimentelles Gitarrenalbum als Songzyklus zu inszenieren bzw. umgekehrt: Lieder zu schreiben, bei denen einem die Ohren schlackern vor lauter Gitarrenirrsinn. Dass dieses Unterfangen wunderbar aufgeht, also Herz und Hirn füttert, grenzt auch an ein kleines Wunder. Hier kommt nämlich zusammen, was normalerweise aus guten Gründen getrennt bleibt. So gesehen ist der Albumtitel Widerspruch“ selbst auch ästhetisches Programm.“ (Fritz Ostermayer)
„Es sind ehrliche, unaufdringliche deutschsprachige Nummern, die sich genauso sensibel wie unerschrocken geben und zwischen Experiment und Lied-Form ihren Weg suchen.“ (Shilla Streika)
markuswschneider.com
markuswschneider.bandcamp.com/releases
