sample – schwebe mit Ilse Kilic & Fritz Widhalm – das fröhliche wohnzimmer

Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Eintritt: Freie Spende

 

Poetisch-musikalische Erkundungen zur Phänomenologie der Verwobenheit und gegenseitigen Bedeutungsaufladung von gesprochenem Wort und klanglicher Textur in einem ad hoc Setting inszeniert. Spontan gewählte Samples aus Texten, simultan an 3 cd playern interpretiert, ‚unterstützt‘, kontrastiert. – Ein morphologisch ad hoc entworfenes assoziationsreiches Ideen- und Interpretationsfeld, filmisch sich entfaltend, vernetzend, fließend, mit bizarr-beharrend und skurril-phantastischen Bildmomenten …
Seit 2005 in Zusammenarbeit mit SchriftstellerInnen experimenteller Textformen, entworfen in der Radiokunstreihe connex : context (Orange94.0); Gestaltung neuer Hörräume, imaginativ, on air und an realen Orten wie/für Ö1 Kunstradio, Literaturhäuser Graz Wien und Innsbruck, Kunsthaus Mürz, Künstlerhaus Wien, Goethe Institut San Francisco, Beat Museum San Francisco, Campus Radio Stanford University KZSU , Stanford/Kalifornien, Radio KFJC Los Altos Hills/Kalifornien, Essl Museum, Art Foundation Wien/Büro Weltausstellung, Microfestival Praha, Salon Praterstraße, Rotunde Oberwart, Forum Stadtpark, DKT/SeeLab Aspern, Festival Literatur in Grün, Muth Wien u.a..

das fröhliche wohnzimmer Ilse Kilic und Fritz Widhalm – Text, Lesung
Michael Fischer – ad hoc soundscaping an 3 cd-playern

 

das fröhliche wohnzimmer
ILSE KILIC, geboren 1958 in Wien, lebt im Fröhlichen Wohnzimmer (www.dfw.at). Schreibt, zeichnet, liest, schwimmt allein und mit anderen. Seit 2019 Präsidentin der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Mitarbeit an der Radiosendung Literarische O-Töne seit 2020. Seit 1999 erscheint biennal der Verwicklungsroman. 
Zuletzt: „Alter Ego. Mutprobe mit Zugaben“, Ritter 2025

FRITZ WIDHALM, geboren 1956 in Feichsen, NÖ. Lebt seit 1976 in Wien. Schreibt konsequent und online an seinem Alterswerk auf www.dfw.at und veröffentlicht ansonsten gemeinsam mit Ilse Kilic Bücher:
Manchmal ist es aufregend, zu aufregend sogar. Des Verwicklungsromans vierzehnter Teil, Das fröhliche Wohnzimmer 2025
Flugschrift: „Husch, husch. Alterswerk“, Literaturhaus Wien 2025
Chronik der kleinen Gedanken, edition tagediebin 2024

MICHAEL FISCHER, musician-composer im Bereich improvisierte und experimentelle Musik / noise / soundscapes sowie Arbeit an instant compositions conductings an der Sprachimmanenz von Klängen, seit 1999 auch zum elektroakustischen Phänomen Feedback, Entwicklung des feedback-saxophone.
Gründung des Vienna Improvisers Orchestra 2004, mit Schwerpunktkooperationen in experimenteller Lyrik.
Zahlreiche Kooperationen mit Musiker-/KomponistInnen der internationalen Szene experimenteller Musik, sowie mit KünstlerInnen/-kollektiven wie u.a. Marc Adrian, Claudia Schumann, Karin Ferrari, Albert Mayr, Nino Stelzl, Liz King, Baby-Q dance company Tokyo, The Meeting Point Amsterdam;
Konzerte, Tourneen, Projekte in Europa, Libanon, Kanada, USA, Japan u.a. Wien Modern, High Zero Festival Baltimore, Irtijal Festival Beirut, Bunka Kaikan Tokyo, Muziekgebouw Amsterdam;
guest-lectures u.a. für University of California / Irvine, The Johns Hopkins University Baltimore, Newcastle University GB, Universität für Architektur Vaduz.
m.fischer.wuk.at/soundscaping

 

Der Abend findet im Rahmen der Ausstellung In Memoriam: Onno Ennoson statt.

FILORODU – Fischer Loibner Rosilio Duit

Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Eintritt: Freie Spende

FILORODU – FISCHER / LOIBNER / ROSILIO / DUIT

Frei improvisierte Musik, Raum und Vorstellung auf den Schwingen der Elektronik, Akustik und des analogen Feedback. Bernhard Loibner ist Komponist, Musiker und Medienkünstlef der sich mit experimentellen und improvisierten Formen elektronischer Musik beschäftigt. Yoram Rosilio, ist als Komponist und Improvisator an der Beziehung zu Interdisziplinarität, veränderten Bewusstseinszuständen, Spiritualität und Ritualen interessiert. Valentin Duit, ist in den Bereichen Jazz und Neue/Improvisierte Musik tätig. Michael Fischer, Initiator von FILORODU, erweiterte die klanglichen Grenzen der frei improvisierten Musik mit Bezügen zur experimentellen elektronischen Musik durch die Entwicklung des Feedback-Saxophons seit Mitte der 90er Jahre.

Michael Fischer – feedback-saxophone
Bernhard Loibner – modulare Elektronik
Yoram Rosilio – Kontrabass
Valentin Duit – Schlagzeug

 

Michael Fischer arbeitet an der Sprachimmanenz von Klängen, deren skulpturalen und dramatischen Evidenz, im Bereich Frei Improvisierte / experimentelle Musik. Seit den 90er Jahren Projekte im internationalen Kontext sowie interdisziplinäre Kollaborationen. 1999 begann er das akustische Phänomen Feedback in seine Arbeit zu integrieren und entwickelte das analoge, nicht prozessierte Feedback‑Saxophon und eine einzigartige Technik dafür, Weiterentwicklung dieses Instruments am ZKM-Karlsruhe und STEIM Amsterdam. Seit 2005 Zusammenarbeit mit Autor:innen experimenteller und lyrischer Textformen in Live-Settings und Radiokunstproduktionen. 2004 Gründung des VIENNA IMPROVISERS ORCHESTRA (u.a. Moers Festival, music unlimited Wels, Wien Modern 2022, 2025). Instant Composition Conductor für internationale Improvisationsorchester und temporäre Großensembles für Festivals und Universitäten. Festivalauftritte in Europa, Libanon, Japan, Kanada, USA; Gastvorlesungen zum Feedback-Saxophon, zu Freier Improvisation und als Instant Composition Conductor z.B. am Peabody Inst.- The Johns Hopkins Univ./Baltimore, Univ. of California Irvine, Univ. Newcastle upon Tyne/GB, JAMU Janáček Academy of Performing Arts Brno/CZ, Univ. für Angewandte Kunst Wien, Univ. für Architektur Vaduz, STEIM Amsterdam u.a.
m.fischer.wuk.at/works

 

Bernhard Loibner ist Produzent elektronischer Musik, Musiker und Medienkünstler aus Wien. Seine Musik wird charakterisiert durch verschachtelte Klangflächen und schroffe Lärmstrukturen wobei seine Sounds oft durch ein pulsierendes Moment getragen werden.
Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstler:innen und Musiker:innen aus Österreich und weit darüber hinaus, Veröffentlichungen auf Vinyl, CD und DVD, in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche Konzerte, Performances und Screenings in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika. 2023 erfolgte die CD-Veröffentlichung seiner Duozusammenarbeit ‚Knurrhahn‘, mit der Flötistin Reni Hofmüller.
loibner.cc

 

Yoram Rosilio (Paris jetzt Wien) ist Bassist, Perkussionist, Komponist und Organisator. Er arbeitete mehrere Monate in New York, Mexiko und in Marokko, um neue Traditionen kennenzulernen und sich mit verschiedenen künstlerischen Kenntnissen und Praktiken auseinanderzusetzen. Seine künstlerischen Hauptanliegen sind: Improvisation, Komposition, Interdisziplinarität, veränderte Bewusstseinszustände, Beziehung zu Tradition und Moderne, Magie, Spiritualität und Rituale. Seit 2017 ist er einer der Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Netzwerks S.H.A.R.E: Europäisches Netzwerk für kreative Musik und improvisierte Kunst. Seit 2016 ist er Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Labels LFDS Record, creative Music, mit Sitz in Paris. Von 2015 bis 2019 produzierte er mehrere Sendungen auf Radio Libertaire (89.4FM – Paris), die playlists enthielten, Musik des Underground, ethnische und improvisierte Musik sowie Free Jazz. Seit 2008 Auftritte bei Festivals in Europa und Nordafrika.
yobabass.wixsite.com/yo

 

Valentin Duit (*1992) studiert(e) das Schlagzeugspiel in Wien und Luzern und ist an diversen Bands und Projekten beteiligt, darunter Dsilton, Gnigler/Duit, Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band, Vienna Improvisers Orchestra, Coastline Paradox, Georg Graewe und das Tobias Meissl Trio. Er veröffentlichte bei den Wiener Labels Freifeld und Rote Welt Records bisher zwei Solo-CDs, die die Namen Mashevene und Ese-Udu tragen und Soloschlagzeug- beziehungsweise elektronische Musik enthalten. 2024 erfolgte die Erstveröffentlichung seines Quartetts mit Robert Unterköfler, Tobias Meissl und Ivar Roban Krizic bei Klanggalerie.
roteweltrecords.com/valentin-duit

 

Der Abend findet im Rahmen der Ausstellung In Memoriam: Onno Ennoson statt.

So viel Potenzial!

(c) Igor Ripak

Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Eintritt: Freie Spende

 

Zwei Bratschen, zwei Stimmen, zwei klassisch ausgebildete Musikerinnen, Interpretinnen, Improvisatorinnen und Komponistinnen, die in keinem Genre häuslich werden, sondern bloß deren Lager plündern, und ehe man sie fassen kann, schon auf dem Weg zu neuen Ufern sind. Musikalische Traditionen werden ebenso erforscht wie frisch drauf los erfunden.

Flora Geißelbrecht – Viola, Stimme, Komposition
Jelena Popržan – Viola, Stimme, Komposition

Youtube

 

Jelena Popržan, seit über einem Jahrzehnt ein fixer Teil der österreichischen Musikszene, gilt als „eine der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Musikerinnen des Landes“ (Ö1). Egal ob in ihren vielen Musikprojekten oder im Theater, fesselt sie das Publikum mit Bühnenpräsenz und Charisma. „Wo immer das Lauschen ansetzt, es strahlt ihm vielgestaltiger Kunstwille entgegen …“ (Der Standard)

Flora Geißelbrechts baut mit ihrem gut bestückten Werkzeugkasten voller experimenteller Spiel-, Präparations- und Gesangstechniken aus sich und ihrer Bratsche ein Meta-Instrument, das in Jazz, Folk und Neuer Musik gleichermaßen so vertraut wie eigenartig wirkt. Durch Klangforschung und Klangmischung bis in alle Feinheiten erreicht sie eine Verschmelzung ihrer Stimme und ihrer Viola zu einer nahtlosen Einheit Flora und Jelena waren einander bereits Fans und Vorbilder, bevor sie sich kannten. Zum ersten Mal persönlich trafen sie sich im Sommer 2022 bei der „Monday Improviser’s Session“ in Wien, und da sie nur eine Bratsche zum Spielen hatten, machten sie einen kurzen Auftritt mit dieser, ihren zwei Bögen und ihren zwei Stimmen – das Duo ist entstanden.

 

Der Abend findet im Rahmen der Ausstellung In Memoriam: Onno Ennoson statt.