Nodari zeigt Nodari

Großes Stillleben, 1970 © Franziska Nodari; Foto: Stephan Huger

Ausstellung von 5.-21. November 2026
Vernissage: Do., 5. November 2026, 18.30 Uhr
Finissage: Sa., 21. November 2026, 18.30 Uhr

 

Die wilden 70er-Jahre, Jugendwerke bis 25

Die Ausstellung ist ein bildnerischer Nachruf zum 80. Geburtstag des Künstlers Robert Nodari, ausgewählt und präsentiert von Tonio Nodari.

Sie ist Teil der Doppelausstellung Nodari zeigt Nodari. Der zweite Teil zeigt die späteren Arbeiten des Künstlers bis zu seinem Todesjahr 2003 und kann zeitgleich im Atelier Nodari, 1150 Wien, Braunhirschengasse 17 / 1 / 15 / DG nach Voranmeldung an franziska.nodari@aon.at besichtigt werden.

 

 

 

Purple Haze, Maschinen ergreifen die Flucht.

(c) artist’s own

Vernissage: 28.11.26, ab 18 Uhr
Öffnungszeiten: Do, Fr 15:00-19:00 , Sa 15:00-23:00 und bei Spitzer Veranstaltungen

Konzerte am 28.11., 5.12., 12.12., 19.12. ab 19 Uhr: Details siehe unten
Eintritt: Freie Spende

 

Fasziniert von den literarischen Welten der Brüder Arkadi und Boris Strugatzki erschaffen Chris Janka und Louise Rath einen multimedialen Raum zwischen Science-Fiction, Klang und Bild – zwischen Fiktion und einer Realität, die längst nicht mehr erfunden scheint.

Ausgehend von dem Buch Die Schnecke am Hang verbinden sie audiovisuelle Elemente mit eigenen Gedanken- und Assoziationswelten. Es dient als Inspirationsquelle für ihren eigene künstlerisch,-musikalischen Umgang mit dem Thema Mensch versus Maschine und umgekehrt.

Bei den Strugatzkis erscheint die Technik nicht nur als Werkzeug des Menschen, sondern als etwas, das selbst mit Unsicherheit und Furcht auf die Welt blickt. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine beginnen zu verschwimmen – und damit stellt sich die Frage, wer eigentlich wen beobachtet, kontrolliert oder hinterfragen muss.

Das Werk der Brüder Strugatzki war in der Sowjetunion wiederholt Zensur und Publikationsbeschränkungen unterworfen. Die Schnecke am Hang konnte erst 1989, im Zuge der politischen Öffnung, vollständig veröffentlicht werden. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Auseinandersetzung mit ihrer Literatur eine weitere Ebene: Zwischen Fiktion und Realität, Verbot und Freiheit, Vergangenheit und Gegenwart entsteht ein Raum, in den die Besucher*innen mit differenzierter Wahrnehmung eintauchen können.

 

Programm:

Sa., 28.Nov. : Eröffnung 18:00, Konzerte ab 19:00:

-Alice Syndrome: Album-Präsentationskonzert am Piano, Eigenkompositionen der letzen Jahre .

-„Die Lampe“ ( the lamp / la lampe / lampa )
Here a one-lamp band does what it does, as if it has no idea what it is
doing, just so that you think it might have a clue, but in reality it has
no idea, so it is just pretending, but quite musically.

Bandcamp, Insta, Youtube

Sa., 5.Dez: ab 19:00

-Konzert: Shamrock 

Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die sich nicht an die eigenen Regeln hält. Ein fünfköpfiger Geschmacksknospen- und Gehörknöchelschmeichler, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die letzten Songs der B-Seiten dieser Welt neu zu interpretieren. Doch nichts dergleichen geschah. Vielmehr verneigt sich Shamrock vor der eigenen Wesenhaftigkeit und schafft ihre eigenen B-Seiten. Auch mit A-Seiten ist zu rechnen. DaDa und DortDort. Einfach überall.

Isabel Hügelgrün (AUT)// Feder, Stimme, Klanggeschehen
Will Prentice (SCO) // Monochord Gitarre, Teppich
Chris Janka (AUT) // Schlag- und Spielzeug
Christoph Freidhofer (GER) // Hammond Orgel
Heidi Fial (AUT) // Kontrabass, Saiten, Rhythmus

 

Sa., 12. Dez: ab 19:00

-Buchpräsentation Umweltrebell*innen (Konzept und Illustrationen: Louise R., Texte: Isabel Hügelgrün, Willi Landl, Thomas Raab, Graphikdesign: Christina Leyerer, Verlag: PlagDichNicht )
Präsentationslesung: Isabel Hügelgrün mit musikal. Begleitung von Chris Janka 

–Sparkling Wendy (Chris Janka, Karolina Preuschl):
Eine Gitarre, umgebaut auf das Wendy Carlos Alpha Tuning, ein Sparklyfier zur Verstärkung, und Karo Preuschl als Companion in Charme spielen Liedchen nicht von dieser Welt.

 

Sa., 19.Dez: Finissage, ab 19:00

– Konzert Blueblut

Mark Holub : drums
Chris Janka : git, sampler
Brian Lawlor : keys,bass

Aus Wiens Underground Musikszene hervorgegangen, gilt Blueblut als eine ihrer faszinierendsten Combos. Blueblut vereint die Intensität des Rock, die Weite und Offenheit der Elektronik und die messerscharfe Präzision und wilde Improvisation des Jazz.

Die Thereministin Pamelia Stickney wird bei diesem Konzert von Brian Lawlor vertreten.
Brian Lawlor ist Komponist, Multiinstrumentalist, Dirigent und Musiklehrer aus Jersey City, New Jersey und lebt und arbeitet in Wien, er erhielt einen B.M. in Musikkomposition vom Cornish College of the Arts, einen M.M. von der SUNY Purchase und studierte am Königlichen Konservatorium in Den Haag, Niederlande. Lawlor erhielt Stipendien und Förderungen vom Target Margin Theater, Jack Straw Productions und Atlantic Center for the Arts. Seine Musik wurde in ganz Nordamerika, Europa und China aufgeführt und er arbeitete u.a. mit Beyoncé, Goo Goo Dolls, Emily Saliers (von Indigo Girls), Los Inquietos del Norte, Winds of Plague, Ryann, Ikillya, Folly, Slim Wray, dinMachine, CC Roots, Uncle Fucker, Mike Lawlor Banned, Shayfer James.

NO MORE STOLEN SISTERS – gegen Gewalt an indigenen Frauen

(c) AKIN/AKIM

Vernissage: 22.10.26 um 19.00 Uhr
Vortrag: Fr., 30.10. um 20.00 Uhr 
Öffnungszeiten: 22.10. – 31.10., Do – Sa ab 18.00 Uhr
Freier Eintritt, Spenden willkommen

 

„Wäre sie keine Cree gewesen, wäre sie heute noch am Leben“, erklärte der Richter im Verfahren gegen die Mörder von Helen Betty Osborne, die sich erst 16 Jahre nach der Tat für die Ermordung der 19-jährigen Indigenen der Justiz im kanadischen Manitoba stellen mussten. Femizide an indigenen Frauen haben in jüngster Zeit auch bei uns Aufmerksamkeit erfahren, doch in den USA und Kanada bleiben die meisten Opfer von Femiziden in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend unsichtbar – denn es sind indigene Frauen, die brutal ermordetet werden. Im Juni 2019 bezeichnete eine kanadische Untersuchungskommission die Gewalt an indigenen Frauen als „Völkermord“, denn sie sind gezielt Opfer der systemischen Diskriminierung, deren Wurzeln im anhaltenden Kolonialismus begründet sind. Auch Behörden, Polizei und Justizsystem tragen hierfür direkte Verantwortung. Doch weder die Öffentlichkeit noch die Regierungen Kanadas oder der USA unternehmen die notwendigen Schritte, um die Gewalt zu unterbinden und vor allem die systemischen Ursachen zu beseitigen.
Auch ein Jahr nach Veröffentlichung des Untersuchungsberichts „Reclaiming Power and Places“ erfahren indigene Frauen weder Schutz noch Gerechtigkeit. Nur durch die öffentliche Aufmerksamkeit können die Zuständigen in Regierung und Behörden zum Handeln bewegt – und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu will die Ausstellung beitragen.

Monika Seiller, Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. (AGIM – München)

Organisiert vom Arbeitskreis Indianer Nordamerikas (AKIN – Wien)